Natürlich kann man sich
jetzt die Frage stellen: Muss das sein? - Es gibt doch schon genügend
wirklich schlechte und vollkommen überflüssige Homepages im WWW.
Muss jetzt auch noch ein Klosterbibliothekar daherkommen und der Welt mitteilen,
was er in seiner "Klosterzelle" privat so liest oder hört?
Und viele werden jetzt bangen:
Ist das von Pater Siegfried vielleicht nicht sogar gefährlich leichtsinnig,
weil er ja jetzt auch seinen Oberen offenbart, wozu er seine wertvolle
(nach der Regel des hl. Benedikt vorgesehene) Lesezeit nutzt, bzw. nicht
nutzt? Kann er jetzt nicht unheimlich viel Ärger, eventuell sogar
eine "Bodensuppe" bekommen? - Interessiert das, außer dem Erzabt
(Denunzianten benutzen bitte diesen Link), überhaupt jemanden?...
Die Antwort lautet: Ja! -
Die Menschheit hat einfach
ein Recht darauf.
Anregungen, Gedanken, Gebete,
Predigten, Bilder, Filme und Texte, die sich im Laufe von einigen Jahren
im Kloster so auf meiner Festplatte angesammelt haben. Die Tätigkeit
als "Kloster-Webmaster" bot mir eine gute Gelegenheit, diese "Gedankensplitter"
einmal zu ordnen und zu katalogisieren: Die absolute "Lieblingsbeschäftigung"
eines jeden Bibliothekars! - Das Ergebnis ist hier zu finden:
KlosterblogPredigtarchiv
DIE
ONLINE-BIBLIOTHEK
PRIESTERLICHE UMGANGSFORMEN
Takt, Stil und Anstand sind
Tugenden, die eigentlich jeder beherrschen sollten. Insofern muss an dieser
Stelle an die Schrift eines Jesuitenpaters erinnert werden, der als "Knigge
des Katholizismus" gilt. In seinem 1929 erschienenen Handbuch "Priesterliche
Umgangsformen" hat Ludwig Hertling S.J. eine kleine und humorvolle Tugendlehre
verfasst, - nicht allein für Kragenträger: "Was wäre wohl
das höchste Lob für einen Menschen? Vielleicht, wenn man sagen
kann, er ist vollkommen neidlos. Aber dann kommt gleich ein Lob, das fast
so hoch ist: er hat Takt. - Was ist Takt? - Takt kommt vom lateinischen
tangere, berühren. Es ist die Kunst, jemand an der richtigen Stelle
zu berühren, und vor allem nicht an der falschen Stelle, nämlich
nicht da, wo es wehtut. So wie der Krankenpfleger wissen muß, wo
er den Kranken anpacken darf, wenn er ihn aus dem Bett hebt, damit er ihm
nicht unnötig wehtut"...Buch
lesen
ERINNERUNGEN
AN DAS ERSTE
MAL Autobiographische
Enthüllungen
Eigentlich
wollte ich - wie wahrscheinlich jedes normale deutsche Kind - immer schon
"Heldentenor" werden. Vor allem die beiden singenden "Super-Ritter" Lohengrin
und Tristan hatten es mir schon als 13-jährigen ganz besonders angetan.
Und zum Entsetzen meiner Eltern gab es ab diesem Zeitpunkt - eigentlich
täglich - in "IHREM" Wohnzimmer stundenlange Opernaufführungen...weiter
HL.
SIEGFRIED (SIGFRID)
SIEGFRIED VON SCHWEDEN Legenden und Quellen
Nicht selten werde ich gefragt,
wer denn eigentlich der hl. Siegfried gewesen sei, - und warum ich diesen
Ordensnamen gewählt hätte. -
Es ist natürlich nur
ein "klösterliches Gerücht", dass die anderen beiden Namen, die
ich dem damaligen Erzabt Notker Wolf für meinen Ordensnamen vorgeschlagen
habe, "Lohengrin" und "Tristan" gewesen sind. - Übrigens auch nicht
"Parsifal" oder "Tannhäuser". -
Nein, der hl. Siegfried war
ein Benediktiner, sogar ein echter "Missionsbenediktiner", weshalb der
Name in unserer Kongregation sich sogar stets einer gewissen Beliebtheit
erfreut(e).
Man findet (auch im Internet)
eigentlich recht wenig Informationen über den hl. Siegfried, weshalb
ich mich entschlossen habe, seine Legende (und einiges andere Quellenmaterial)
zu veröffentlichen, um diese empfindliche "Wissenslücke" - mit
Hilfe aus unserer umfangreichen Klosterbibliothek - etwas zu füllen.
Legende
vom hl. Siegfried
DIE
TISCHLESUNGEN
WAS DIE MÖNCHE HÖREN Bücher, die glücklich
machen
Zu
den schönsten und sicherlich dankbarsten Aufgaben eines Klosterbibliothekars
gehört es, die Tischlesungen im Refektorium (Speisesaal) für
die Mönche auszusuchen, da ja bei den Mahlzeiten geschwiegen wird:
Es müssen also lesens- bzw. hörenswerte Bücher gefunden
werden, die alle
Mitbrüder (mit den unterschiedlichsten Interessen
und Vorlieben) beim Mittag- und Abendessen noch glücklicher
und zufriedener machen.
Bücher,
die genau
diesem Kriterium entsprechen, sollen nun erstmals einer
breiten Öffentlichkeit (sowie den ratlosen Kollegen mit den so gerne
gestellten Fragen: "Was lest ihr denn gerade bei Tisch?" oder "Hast Du
nicht einen Buchtipp für mich?" etc.) vorgestellt werden:
unsere
Tischlesungen
MEINE
LESE- UND HÖRTIPPS
EISKALTE BESCHERUNG von Krimi Buhl
Ein Lesetipp aus der Bibliotheksschule
der Bayerischen Staatsbibliothek <München>. Empfehlenswert nicht
nur für (angehende) Bibliothekare! - Weihnachtsfeier in einer Bücherei:
Statt Geschenken gibt es dieses Jahr eine Leiche zur Bescherung.
Leseprobe:"Unser Betrieb
ist eine öffentliche Bücherei, und das ist im allgemeinen nicht
das Terrain, wo Mörder sich die Klinke in die Hand geben wie in den
Vorzimmern der militärischen Abwehrdienste. Eine Klosterbibliothek
wie bei Umberto Eco als Brutstätte für Mörder mag einleuchten:
wo in der dumpfen Enge mönchischer Klausur Triebe unterdrückt,
die Leidenschaften in starre Rituale gepreßt werden. Da kann schon
mal unter der dünnen Oberfläche aus Askese und Sublimation ein
Machtgelüst zur idée fixe herangären, bis plötzlich
einer der Brüder über einen vorstehenden Nagel stolpert und dem
Fallgesetz entsprechend das Treppenhaus durchmißt ...".
Fazit: Äußerst
realitätsnah! - Ein Krimi, so ganz aus dem Leben gegriffen!