DIE TISCHLESUNGEN

IN DER ERZABTEI SANKT OTTILIEN

- BÜCHER UND FREUNDE BRAUCHT MAN WENIGE UND GUTE -


Vorwort

 
WAS DIE MÖNCHE IN ST. OTTILIEN BEI TISCH (VOR)LESEN
oder: Bücher, die glücklich machen

Zu den schönsten und sicherlich dankbarsten Aufgaben eines Klosterbibliothekars gehört es, die Tischlesungen im Refektorium (Speisesaal) für die Mönche auszusuchen, da ja bei den Mahlzeiten geschwiegen wird: Es müssen also lesens- bzw. hörenswerte Bücher gefunden werden, die alle Mitbrüder (mit den unterschiedlichsten Interessen und Vorlieben) beim Mittag- und Abendessen noch glücklicher und zufriedener machen.

Bücher, die genau diesem Kriterium entsprechen, sollen nun erstmals einer breiten Öffentlichkeit (sowie den ratlosen Kollegen mit den so gerne gestellten Fragen: "Was lest ihr denn gerade bei Tisch?" oder "Hast Du nicht einen Buchtipp für mich?") vorgestellt werden.

Interessante und unterhaltsame Lesestunden wünscht Ihnen
Ihr

- Klosterbibliothekar -


2010

Stephan Kulle:
40 Tage im Kloster des Dalai Lama. -
München : Scherz, 2009.- 408 S. - 
ISBN 3502150982

Als erster westlicher Journalist lebte Stephan Kulle mehrere Wochen im Kloster des Dalai Lama.Als erster westlicher Journalist lebte Stephan Kulle mehrere Wochen im Kloster des Dalai Lama. Der Journalist und Theologe Stephan Kulle gehört zu den profiliertesten Kennern des Papstes und des Vatikans. Für dieses Buch suchte er den anderen großen religiösen Führer unserer Zeit auf, den Dalai Lama. In dessen Kloster im nordindischen Exil gewährten ihm die Mönche 40 Tage lang einen ungewöhnlich offenen Zugang zum Innersten des tibetischen Buddhismus. Von der einzigartigen Atmosphäre des Klosters fasziniert, spürt er auch den Sehnsüchten vieler Pilger aus dem Westen nach, die zu diesem mystischen Ort voller Gegensätze reisen, um für sich Sinn und Orientierung zu finden. Dabei reflektiert er sein eigenes Leben, die westliche Gesellschaft und den christlichen Glauben. Ein packender und inspirierender Blick in eine andere spirituelle Welt.


Johannes Mahr:
Aufgehobene Häuser : Missionsbenediktiner in Ostasien. -
St. Ottilien : Eos, 2009.- 507 S. - 
ISBN 3830673930

Die hundertjährige Geschichte der Missionsbenediktiner in Korea und China ist geprägt von Aufhebungen und immer neuem Beginn. Es ist die Geschichte von vier Abteien: in Seoul, Tokwon, Yenki und Waegwan und von der Gründung zentraler Frauenklöster in Wonsan, Taegu, Yenki und Pusan. Jedes Gemeinschaft hat den örtlichen Gegebenheiten und den politischen Bedingungen entsprechend ihre eigenen Schicksale erlebt. Im ersten Band wird von der Klostergründung in Seoul berichtet und dem Versuch, ein Schulzentrum zu errichten. Als dieser Versuch scheitert, übernimmt die Abtei ein riesiges Missionsgebiet, das von der Mitte Koreas bis an die Grenze Sibiriens reicht, um dem übernommenen Auftrag auf veränderte Weise treu zu bleiben. 


Asfa-Wossen Asserate:
Ein Prinz aus dem Hause David und warum er in Deutschland blieb. -
Frankfurt : Fischer, 2009.- 384 S. - 
ISBN 3596173132

1974: Sein Vater, Präsident des äthiopischen Kronrats, wird von den Generälen der Revolution erschossen, seine Mutter und seine Geschwister gefangengenommen, das Hab und Gut der Familie beschlagnahmt. Über Nacht wird das Gastland Deutschland, in dem er studiert, zum Ort des Exils. Seine Pläne, nach Äthiopien zurückzukehren, werden durch die neue politische Situation von heute auf morgen zunichte gemacht.

Prinz Asfa-Wossen Asserate erzählt vom Glanz des Kaiserhofs, seiner Zeit an der Deutschen Schule in Addis Abeba und vom Leid der Revolution. Er erzählt, wie er jahrzehntelang um seine Familie kämpfte, wie er in Deutschland neu anfing und nach seinen Studien in Tübingen und Frankfurt am Main die Deutschen und deren große Dichter und Denker kennen- und liebenlernte: der Fremde, der blieb.


2009

Florian Werner:
Die Kuh : Leben, Werk und Wirkung. -
München : Nagel & Kimche, 2009.- 233 S. - 
ISBN 3312004322

In unserem Leben ist sie allgegenwärtig - als Werbeträgerin, als Gegenstand der Forschung und der Dichtung, als Brotbelag, als Glücksbringer und Spielzeug. Sie wird als heilig verehrt oder für blöd befunden, nur gleichgültig ist sie uns nie: Nach bald 10.000 Jahren Zusammenleben ist uns das geheimnisvolle Rindviech noch immer ein Rätsel. Anhand von Anekdoten, Kuriositäten und überraschenden Funden präsentiert Florian Werner, Autor und Musiker aus Berlin, die Kulturgeschichte der Kuh, mit Bildern und vielen Literaturhinweisen. 


Jürgen Erbacher:
Der kleinste Kosmos der Welt: Unbekannter Alltag im Vatikan. -
Freiburg : Herder, 2009.- 237 S. - 
ISBN 3451299518

Auch im kleinsten Staat der Welt gibt es nicht nur eine Post und eine Bahn, sondern auch eine Tankstelle, eine Apotheke, eine Mosaikwerkstatt, eine Sternwarte und einen Bauernhof - dort arbeiten allesamt Menschen, die man weder als Besucher antrifft noch im Fernsehen sieht. Dieses Buch öffnet in 28 Kapiteln Türen zu den unbekannten und doch unverzichtbaren Menschen im Schatten des Petersdoms. 


Roman Herzog:
Jahre der Politik: die Erinnerungen. -
München : Siedler, 2007.- 416 S. - 
ISBN 3570550583

Außer einer politisch-reflexiven Lebensrückschau gibt der Autor, wie sich das für eine politische Biografie gehört, auch manchen Einblick in persönlichere Erinnerungen und Reflexionen. Dies vor allem in den Exkursen, die er den einzelnen Kapiteln jeweils unter der Überschrift "Apropos" angefügt hat. In ihnen geht er zum Beispiel Fragen über „Die Liebe des Mannes…“ oder „Die Kraft der Assoziation“ nach. Aber auch die Erinnerungen an seine Reisen als Bundespräsident und die großen und kleinen Akteure der Weltpolitik, die er dabei getroffen hat, sind hier zu nennen.


Michael Hesemann:
Der Papst der Hitler trotzt : die Wahrheit über Pius XII.. -
Augsburg : St. Ulrich Verlag, 2008.- 255 S. - 
ISBN 3867440646

Die bevorstehende Seligsprechung Papst Pius XII. hat die Debatte um seine Rolle während des Zweiten Weltkriegs neu angeheizt. Hätte der Papst die Greueltaten Hitlers stoppen können, indem er Krieg und Judenverfolgung öffentlich verurteilte? Der Historiker und Journalist Michael Hesemann ist den Vorwürfen um das "Schweigen des Papstes" auf den Grund gegangen: Er hat sämtliche Erkenntnisse der neuesten historischen Forschung über das Pontifikat Pius XII. zusammengetragen, Einblick in die vatikanischen Archive genommen und lange und intensive Gespräche mit dem Jesuitenpater Peter Gumpel geführt, dem Relator des Seligsprechungsprozesses für Pius XII. Michael Hesemann zeigt also aus erster Hand, daß Angelo Pacelli bereits als Nuntius in Deutschland 1924 die "vulgäre und brutale Kampagne" der Nazis gegen Katholiken und Juden beklagte. Als Kardinalstaatssekretär mußte er notgedrungen 1933 das Reichskonkordat unterzeichnen, um die Kirche in Deutschland zu retten. Für Papst Pius XI. entwarf er den Text für die berühmte Enzyklika "Mit brennender Sorge", die 1937 den Nationalsozialismus verurteilte und sofort zur Verschärfung der Lage der Christen im Deutschen Reich führte. Selbst zum Papst gewählt, konnte Pius XII. nur mehr im Geheimen agieren und rettete nahezu einer Million Juden das Leben. Pius XII. hat dem braunen Diktator nach Kräften getrotzt, der Papst war ein subtiler Gegenspieler des Nazi-Terrors. Der Autor hat im Oktober 2008 bei einer Audienz das Buch Papst Benedikt XVI. persönlich in Rom übergeben. 


Dirk Sager:
Berlin - Saigon : eine Reise in die andere Hälfte der Welt. -
Berlin : Rowohlt, 2007.- 319 S. - 
ISBN 3871345609

Dirk Sagers bildhafte Sprache nimmt uns mit auf eine Reise voller landschaftlicher Gegensätze in ungeahntem Ausmaß. Zu erfahren, welch extremen Unterschiedlichkeiten die Reisegruppe ausgesetzt ist, liest sich spannender als ein Krimi. Ob von den Menschen berichtet wird, ihren ungleichen Mentalitäten und sozialen Befindlichkeiten, ob das Klima und die daraus resultierenden Landschaftsformen veranschaulicht werden - nie ermüdet das Staunen, dem der Leser ausgesetzt ist. Am nachhaltigsten berührt - ja schockiert - aber hat mich, wie die kommunistischen Diktatoren tatsächlich gewütet und was sie hinterlassen haben. 
Gut auch, dass man auf einer Landkarte den Weg des Fernsehteams verfolgen kann. Lediglich die Fotos in dem Buch sind zu bemängeln, doch dank der bildhaften Sprache des Autors entstehen beim Lesen eindrucksvolle Gedankenbilder. Eine Reisebeschreibung allererster Güte! 


Herman S. Selderhuis:
Johannes Calvin : Mensch zwischen Zuversicht und Zweifel. -
Gütersloh : Gütersloher Verlagshaus, 2008 .- 309 S. - 
ISBN 3579064894

Stefan Zweig zeichnete Johannes Calvin in seinem Roman als freudlosen Finsterling, als ebenso tyrannischen wie verklemmten Gottesmann. Doch: Stimmt dieses Bild eigentlich? Herman Selderhuis setzt sich auf die Spur dieses Mannes und versucht, näher an ihn heran zu kommen. Mit wachem Interesse an einem ungewöhnlichen, turbulenten und folgenreichen Lebenslauf am Beginn der Moderne schreitet Selderhuis die Lebensstationen Calvins ab, in ebenso kritischer wie heiterer Distanz zu dessen Person. Was hat diesen Menschen bewegt, betrübt, beglückt? Wenn er ein Herz hatte, was war darin? So zeichnet der Autor das Bild eines Mannes, der um Freiheit und Glück ringt und doch gefangen bleibt in den Begrenzungen seiner Herkunft und Erziehung und in den Konventionen und Erwartungen seiner Zeit. Der Despot entpuppt sich als Zeitgenosse, der sich Mühe gibt, das Richtige zu tun.


Abtprimas Notker Wolf / Corinna Mühlstedt:
Im Schatten des großen Drachen : Chinas Christen im Aufbruch. -
Stuttgart : Kreuz-Verl., 2008 .- 159 S. - 
ISBN 3783131642

Während der Kulturrevolution wurden in China alle christlichen Gemeinschaften zerschlagen, ihre Mitglieder verfolgt. Doch seit der ideologischen Öffnung der Volksrepublik in den 80er-Jahren erwachen die Kirchen zu neuem Leben. Die Protestanten Chinas haben inzwischen enormen Zustrom und bilden eine der größten evangelischen Gemeinschaften der Welt. Katholiken sind aufgrund der Spannungen zwischen Peking und dem Vatikan zwar seit langem gespalten, doch suchen derzeit beide Seiten Wege zur Versöhnung. Die Reise- und Erlebnisberichte der beiden Autoren führen u. a. zu den wichtigsten Schauplätzen der olympischen Sommerspiele 2008.In kurzen Kapiteln geschilderte Begegnungen und Erfahrungen informieren anschaulich und aus ökumenischer Perspektive über die Geschichte und aktuelle Situation der Christen im Reich der Mitte. 
 


Rheinhard Marx:
Das Kapital : eine Streitschrift. -
München : Pattloch, 2008. - 319 S.
ISBN 9783629021557

Ruiniert das Kapital die Erde? Oder gibt es im 21. Jahrhundert die Chance zu sozialem Ausgleich und Wohlstand für alle? Reinhard Marx, der kämpferische Erzbischof von München und Freising, sucht nach Antworten auf diese drängenden Fragen - und entwirft eine Vision sozialer Gerechtigkeit für die Welt von heute. 

Seine Analyse ist glasklar: Nie triumphierte das Kapital schamloser als heute. Der Zwang zu immer höheren Renditen, auf die internationale Finanzgeber die Wirtschaftslenker verpflichten, und die Verlagerung von Arbeitsplätzen in Billiglohnländer scheinen eine unumkehrbare Entwicklung zu sein. Im Gewand der Globalisierung steuert anonymes Geld unsere Gesellschaft. Ganze Erwerbszweige werden zerstört; die Menschen verlieren von heute auf morgen ihren Arbeitsplatz; die Armen werden ärmer und die Reichen immer reicher. 


2008

Stefan Ulrich:
Quattro Stagioni : Ein Jahr in Rom. -
Berlin : Ullstein, 2008. - 320 S.
ISBN 3548268544

Als die Familie Ulrich von München nach Rom umzieht, sind die Erwartungen hoch: tolles Essen, immer Sonne, gesellige Menschen, Cappuccinoschlürfen auf der Piazza Navona. Doch die Dolce Vita lässt erst mal auf sich warten: Die Wohnung ist bei der Ankunft in chaotischem Zustand, die italienische Bürokratie toppt die deutsche bei weitem, und auch sonst hält das Leben in Italien für die Rom-Anfänger einige Überraschungen bereit.

Über den Autor:
Stefan Ulrich wurde 1963 in Starnberg geboren. Im August 2005 zog er mit seiner Frau Annette und den Kindern Franziska (acht Jahre) und Julius (sechs Jahre) von München nach Rom um. Von dort berichtet er als Korrespondent der Süddeutschen Zeitung über Rom, Italien und den Vatikan. 


Bernhard Vogel  / Hans-Jochen Vogel:
Deutschland aus der Vogelperspektive : Eine kleine Geschichte der Bundesrepublik. -
Freiburg : Herder, 2007. - 319 S. 
ISBN 3451292807

Hans-Jochen und Bernhard Vogel haben die Geschichte der Bundesrepublik von Anfang an erlebt. Als Betroffene und als Akteure. Den 8. Mai 1945 erlebte der eine als Kriegsgefangener in Italien, der andere als Schüler in Gießen. Politische Vorbilder wurden so gegensätzliche Persönlichkeiten wie Schumacher und Adenauer. Beider Wege führten in hohe Ämter. Die großen Daten von 60 Jahren deutscher Nachkriegsgeschichte sind verbunden mit Stationen auch ihres politischen Lebens. Adenauers Moskaureise, Mauerbau, Berlinblockade, die große Koalition und die 68er Bewegung tauchen auf, bis hin zur Wiedervereinigung. Aber auch persönliche Erinnerungen führen Zeitgeschichte im Gepäck: die erste D-Mark und das erste Auto, die Begegnungen mit Brandt und Wehner, Katastrophen wie die Entführung der "Landshut", das Blutbad von München, die Ramstein-Katastrophe oder der Mord am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt. Bei allen Unterschieden der Deutung - gemeinsam ist die Werthaltung, das Engagement und die leidenschaftliche Lust am Gestalten. Ein ungewöhnliches und spannend erzähltes, persönliches Geschichtsbuch.


Reinhard Bauer  / Ernst Piper:
Kleine Geschichte Münchens. - 
Mit einem Vorwort von Christian Ude. -
München : dtv, 2008. - 356 S. 
ISBN 3423246502

1158 verlegte Heinrich der Löwe die Isarbrücke zu der Siedlung bei den Munichen, den Mönchen, um sich die Zolleinnahmen für die Salztransporte zu sichern. Später machten die Wittelsbacher München zum Zentrum des Herzogtums Bayern. Gustav Adolf befand, München sei ein goldener Sattel auf magerem Pferd. »München leuchtete«, schrieb Thomas Mann. In der Nazi-Zeit wurde es die »Hauptstadt der Bewegung«, danach die »heimliche Hauptstadt« der Bundesrepublik, 1972 der Schauplatz der Olympiade und bis heute ein Magnet für Touristen aus aller Welt. Von den Mönchen zum High-Tech-Zentrum, vom Herzogssitz zur Bussi-Gesellschaft. Es ist schon eine erstaunliche Geschichte, die die kleine Siedlung »Munichen« an der Salzstraße des 12. Jahrhunderts bis in die Gegenwart hinter sich gebracht hat. Ein Buch für Einheimische, »Zuagroaste« und andere München-Fans. 


Abtprimas Notker Wolf  / Matthias Drobinski:
Regeln zum Leben : 
Die zehn Gebote - Provokation und Orientierung für heute. -
Freiburg : Herder, 2008 . - 160 S.
ISBN 3451030179


 

Die Zehn Gebote haben nicht nur die jüdische und die christliche Geschichte geprägt, sondern auch die Aufklärung und die Verfassungen der modernen Demokratien. In den vergangenen Jahren hat das älteste Regelwerk der Welt eine erstaunliche Renaissance erfahren. Nicht mehr als lebensferne Einengung, sondern als Leitfaden für ein gelingendes Leben und ein friedliches Zusammenleben - geradezu als zehn Erlaubnisse, das Glück zu finden. 


Roth, Thomas:
Russland : Das wahre Gesicht einer Weltmacht. -
München : Piper, 2008. - 320 S.
ISBN 3492051030

Am 8. März 2008 haben die Russen ihren neuen Präsidenten gewählen: eine Entscheidung von größter Bedeutung auch für Deutschland, das von der mächtigen, energiereichen Nation im Osten genauso abhängig ist wie etwa von den USA. Thomas Roth, ARD-Korrespondent in Moskau und einer der besten Kenner des Landes, seiner Politik und Geschichte, zeigt uns das wahre Gesicht einer Weltmacht am Scheideweg. In seiner unnachahmlichen Mischung von packender Reportage und präziser Analyse beschreibt er die drängenden Fragen: Wer wird in Zukunft Russland führen? Fällt Russland in die Diktatur zurück? Was bedeutet Russlands Milliardenspiel mit Öl und Gas für uns? Hochaktuell berichtet Roth in diesem Buch über die Weltmacht im Wandel. 



 
Troyat, Henry:
Rasputin : Eine Biographie . -
Düsseldorf : Patmos, 2002. - 223 S.
ISBN 3491690587

Nach der Öffnung der russischen Archive: die äußerst spannende Biographie einer charismatischen Gestalt, deren Ausschweifungen, Anmaßung und Machtmissbrauch den Sturz des Zarentums beschleunigten. 



 
Dziwisz, Stanislaw:
Mein Leben mit dem Papst : Johannes Paul II. . -
Augsburg : St. Benno-Verl., 2007. - 265 S. 
ISBN 3746223466

Keiner kannte Johannes Paul II. besser als sein einziger Privatsekretär Stanislaw Dziwisz. In diesem Buch berichtet er erstmals ausführlich über das Leben Karol Wojtylas. Dabei kommen »manche Enthüllungen, viel Klärendes und auch Erheiterndes« (Katholische Nachrichtenagentur) ans Tageslicht. Etwa die Ski-Ausflüge des sportbegeisterten Papstes, bei denen er vor der Schweizergarde flüchtete. Auch das Attentat von 1981 rückt in ein neues Licht. Ein bemerkenswertes Buch, dessen italienische Originalausgabe bereits für Furore sorgte. 

Stanislaw Dziwisz wurde am 27. April 1939 in Raba Wyzna in Polen geboren. Von Karol Wojtyla 1963 zum Priester geweiht, wurde er dessen Privatsekretär und blieb auch nach der Wahl zum Papst an seiner Seite. Am 3. Juni 2005 betraute ihn Papst Benedikt XVI. mit dem Amt des Erzbischofs von Krakau und ernannte ihn am 24. März 2006 zum Kardinal.



 
Clough, Patricia:
Aachen-Berlin-Königsberg : Eine Zeitreise entlang der alten Reichsstraße 1. -
München : DVA, 2008. - 217 S. 
ISBN 3421042101

»Königsberg 1000 km« – so der Text auf einem alten Straßenschild in der Nähe von Aachen. Die englische Journalistin Patricia Clough hat es vor vielen Jahren auf einer ihrer ersten Reisen nach Deutschland gesehen und wollte wissen, was es damit auf sich hat. Das Schild verwies auf den Anfang der Reichsstraße 1, die einmal die wichtigste West-Ost-Verbindung Deutschlands war und sich quer durch die Weimarer Republik bis ins damalige Ostpreußen erstreckte. Patricia Clough hat sich auf eine Zeitreise entlang dieser Straße begeben und trifft dabei auf viele historische Persönlichkeiten, aber auch auf weithin unbekannte Schicksale: Spione und Ritter, Preußen und Narren, Auswanderer und Flüchtlinge. Ihre Recherchen und Reportagen lassen ein lebendiges Bild deutscher Geschichte entstehen. 



 
Oschwald, Hanspeter:
Maos fromme Enkel : Chinas Christen im Aufbruch. -
München : Pattloch, 2008. - 271 S. 
ISBN 978-3629021878 

China hält die Welt in Atem. Waren es in der Vergangenheit jedoch vor allem die wirtschaftlichen Rekorde, die Erstaunen auslösten, so gerät nun mehr und mehr auch der gesellschaftliche Wandel ins Blickfeld: China entdeckt die westliche Kultur neu - und dazu zählt auch das Christentum. Es ist derzeit die am schnellsten wachsende Religion im Reich der Mitte.

Hanspeter Oschwald zeichnet die großen Linien der Begegnung Chinas mit dem Christentum nach und nennt die Gründe für den gegenwärtigen Zulauf. Er beschreibt das angespannte Verhältnis zwischen staatlichem Herrschaftsanspruch und christlichem Freiheitswillen, und er skizziert die Herausforderung für das Christentum im Umgang mit Chinas uraltem Traum von der idealen Gesellschaft. Sein Fazit: Das Christentum hat eine große Zukunft. 



 
Demas, Jan:
60 Minuten deutsche Geschichte : Große Ereignisse - bewegende Augenblicke. -
Freiburg : Herder, 2007. - 320 S. 
ISBN 345129642X 

Deutsche Geschichte anhand von 60 Ereignissen, Knotenpunkten, die den weiteren Verlauf entscheidend prägten - am Anfang jedes Kapitels steht die "Minute": ein ganz besonderer Moment, an dem sich das Geschehen verdichtete: Von der Kaiserkrönung Ottos I. und dem Räuber Schinderhannes wird hier erzählt, von der ersten Eisenbahn, der Ermordung Rosa Luxemburgs bis hin zur Eröffnung des Potsdamer Platzes ... 

Eine Geschichtsstunde der ganz besonderen Art, kurzweilig und kenntnisreich geschrieben: 
60 Augenblicke aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Alltag - bewegende Momentaufnahmen, die zeigen, wie viel Geschichte in Geschichten steckt.



 
Ester, Peter:
Die Amish People : Überlebenskünstler in der modernen Gesellschaft. -
Düsseldorf : Patmos, 2008. - 200 S. : Ill.
ISBN 3491694396

Als ob sie aus einer anderen Welt kämen, aus einem anderen Jahrhundert, - die Amish People erscheinen mit ihrer Einheitskleidung altmodisch, sie fahren mit Pferd und Buggy, elektrische Geräte sind verboten. Und doch leben und überleben sie in der modernen amerikanischen Gesellschaft des 21. Jahrhundert und ihre Anzahl wächst stetig. Der Soziologe Peter Ester hat mit diesen merkwürdigen Leuten gelebt und erzählt die Geschichte dieser traditionell-religiös geprägten Gemeinschaft. Er schildert, wie sich die Amish als Wiedertäuferbewegung vor 200 Jahren von ihren deutschen und schweizerischen Glaubensbrüdern abspalteten und nach Amerika auswanderten, wo sie sich als Bauern niederließen. Die einfache Lebensweise fast ohne Hierarchie, die Bibel als Orientierung und die ständigen Kompromisse mit der "Außenwelt" haben das überleben der Amish bis heute gesichert. Auch über ihre Zukunftschancen handelt dieses Buch. 

Innenansichten einer Touristenattraktion - Wie die Amish People ihre einfache Lebensweise bewahren und die Herausforderung der modernen Gesellschaft bestehen.



 
Naess, Alte:
Als die Welt still stand : Galileo Galilei - verraten, verkannt, verehrt. -
Berlin : Springer, 2005. - 244 S. : Ill.
ISBN 3540210636 

Die preisgekrönte Biographie des norwegische Schriftstellers Atle Naess führt den Leser auf eine fesselnde Reise durch die Höhen und Tiefen des Lebens einer der schillerndsten Persönlichkeiten der europäischen Wissenschaftsgeschichte - Galileo Galilei. Mit feinsinniger Empathie entwickelt Naess das Portrait eines Mannes, der sich selbst durch die Zwänge der römischen Inquisition nicht von seinen wegweisenden Forschungen abbringen ließ.Diese Biographie stellt eine faszinierende kulturhistorische Studie dar und ist daher nicht nur für Leser mit Interesse an Naturwissenschaft und Wissenschaftsgeschichte geeignet. Sie kann auch hervorragend als Roman gelesen werden.
 


2007

Putz, Erna:
Franz Jägerstätter - Märtyrer : Leuchtendes Beispiel in dunkler Zeit.
Linz : Steinmaßl, 2007. - 128 S.

ISBN 978-3451296062 

Nach dem Krieg verschwieg man ihn, in den 1970er Jahren erregte ein Film über sein Leben die Öffentlichkeit und im Oktober 2007 wurde er selig gesprochen: Franz Jägerstätter (1907-1943). Der Märtyrer entstammte dem katholisch-bäuerlichen Milieu des Innviertels und wuchs hier relativ unauffällig auf. Sein Leben nahm eine Wende, als er seine spätere Frau Franziska kennen lernte. Ab da mutierte Jägerstätter zum religiös fragenden, sinnierenden Bauern, dem die aufkommende Heilslehre des Nationalsozialismus zunehmend zu schaffen machte: Denn mit erstaunlicher Weitsicht analysierte er - geleitet durch einen Traum im Jahre 1938 - das Widergöttliche dieser Ideologie, der er jeden Dienst verweigern wollte, auch den Wehrdienst für einen ungerechten Angriffskrieg. So blieb Jägerstätter bei einer neuerlichen Einberufung 1943 als letzte Konsequenz in Treue zu seinem Gewissen nur - allein gelassen und missverstanden von seiner Kirche - die Verweigerung auszusprechen, woraufhin er in Berlin wegen Wehrkraftzersetzung zum Tode verurteilt und am 9. August 1943 hingerichtet wurde. - Die facettenreiche und mitunter sperrige Persönlichkeit Jägerstätters sowie die Motive für seine Entscheidung werden von Erna Putz, der wohl besten Kennerin des Wehrdienstverweigerers, auf eine sensible wie nüchterne Art beschrieben, die sich an historischen Daten sowie Originalquellen orientiert und gerade so den Märtyrer des Gewissens eindrücklich darzustellen vermag. 



 
Abtprimas Notker Wolf  / Schwester Enrica Rosanna:
Die Kunst Menschen zu führen.
München : Rowohlt, 2007. - 192 S.
ISBN 3499622564

Was macht eine gute Führungskraft aus? Können Männer oder Frauen besser führen? Wie sieht ein humanes gegenüber einem gewinnorientierten Management aus? Abtprimas Notker und Schwester Rosanna stellen sich diesen Fragen. Anhand ihrer eigenen Erfahrung in bedeutenden Positionen räumen sie mit Irrtümern in der Menschenführung auf und zeigen, worauf es wirklich ankommt - nicht nur in Unternehmen, sondern auch in Politik, Schule und Familie. 



 
Bremer, Thomas:
Kreuz und Kreml : kleine Geschichte der orthodoxen Kirche in Russland. -
Freiburg : Herder, 2007. - 356 S. : 
ISBN 978-3451296062 

In kaum einem anderen europäischen Land sind Kirchen- und Landesgeschichte so eng verquickt wie in Russland; ohne die Rolle der russisch-orthodoxen Kirche ist die russische Geschichte vieler Epochen nicht zu verstehen. Thomas Bremer beleuchtet in einem chronologischen Durchgang die Kirchengeschichte, aber auch das Verhältnis der russischen Kirche zum Staat und zum Westen, die Rolle des Mönchtums u. v. m. - ein spannendes und verständlich geschriebenes Kompendium. 



 
Heller, Gerhard:
Succisa virescit : Geschichte des Gymnasiums St. Ottilien. - 
Rückblick und Berichte über Missionsseminar St. Ottilien und das Rhabanus-Maurus-Gymnasium
EOS-Verl., 2007. - 216 S. : zahlr. Ill.
(Ottilianer Reihe ; 7)
ISBN 3-8306-7299-3
 

»Succisa virescit« lautet der Wappenspruch von Montecassino, dem zweiten Kloster des hl. Benedikt. Auch auf das Gymnasium in St. Ottilien kann man dieses Wort anwenden: »Der abgehauene Baum grünt und blüht wieder«. Nachdem das Hitler-Regime Kloster und Schule
1940/41 geschlossen hatte, sah es zunächst aus, als hätten die Missionsbenediktinern und ihr Gymnasium ein abruptes Ende genommen. Doch gleich nach Kriegsende begann wieder der Schulbetrieb – unter schwierigen Umständen, aber rasch gedeihend. Die Umstellung von einem
Missionsseminar für Klosternachwuchs auf ein humanistisches Gymnasium führte zu einer schnellen Ausweitung des Schulbetriebs. Wichtige Einschnitte erfolgten durch die Öffnung für Mädchen, den Aufbau eines Tagesheims, bauliche Erweiterungen, aber auch die Pflege sonstiger
Aktivitäten wie das Schülerblasorchester und der Circus St. Ottilien. Vieles ist exemplarisch für den Wandel des deutschen Gymnasiums, manches auch für die gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte.



 
Schellenberger, Bernardin: 
Die Stille atmen : Leben als Zisterzienser / Bernardin Schellenberger. 
Stuttgart : Kreuz-Verl., 2005. - 208 S. : zahlr. Ill.
ISBN 3-7831-2605-3

Bernardin Schellenberger trat 1966 als Mönch in die Abtei Mariawald in der Eifel ein. Der Alltag der reformierten Zisterzienser, auch als Trappisten bekannt, entsprach bis auf wenige Zugeständnisse an die moderne Zeit den Lebensformen der Mönche im 12. Jahrhundert. Sein zehnjähriges Leben als Mönch hat Schellenberger hier erstmals zu Papier gebracht. Es ist das eindrucksvolle Dokument eines Zeitsprungs in eine Jahrhunderte zurückliegende Welt. Seinen besonderen Reiz erhält dieses Buch durch die außergewöhnlichen Bilder, die das Leben, Arbeiten und Sterben der Mariawalder Mönche zwischen ca. 1950 und 1970 dokumentieren. Der überwiegende Teil dieser Bilder wird in diesem Buch erstmals veröffentlicht.

Bernhard Schellenberger gibt einen guten und übersichtlichen Bericht darüber, wie das Leben hinter Klostermauern aussieht. Dieses Buch gibt einem bis in die kleinsten Details eine Vorstellung davon, wie die Mönche im Kloster ihren Alltag verbringen. Vom Eintritt in die Gemeinschaft bis zum Tod. Aber Schellenbergers Absicht mit diesem Buch ist sicher nicht die konservierend-retrospektive Verklärung der Vergangenheit. Viel eher scheint er die Sehnsucht nach "mehr" aufzugreifen, "die Sehnsucht, Ganz zu sein", die viele von uns umtreibt. "Die Stille Atmen" ist ein Angebot, die eigenen Wurzeln, die Wurzeln der mitteleuropäischen spirituellen Kultur besser zu verstehen und darauf aufbauend eine Geistlichkeit zu entwickeln, die diese Wurzeln integriert, bevor wir womöglich ganz von ihnen abgeschnitten werden. 



 
Kerkeling, Hape:
Ich bin dann mal weg : meine Reise auf dem Jakobsweg / Hape Kerkeling. -
München : Malik, 2006. - 344 S. : Ill. 
ISBN 3-89029-312-7

Kein Witz: Hape Kerkeling, Deutschlands vielseitigster TV-Entertainer, geht zum Grab des heiligen Jakob: 600 Kilometer durch Frankreich und Spanien bis nach Santiago de Compostela, und erlebt die außergewöhnliche Kraft einer Pilgerreise.Es ist ein sonniger Junimorgen, als Hape Kerkeling, bekennende couch potato, endgültig seinen inneren Schweinehund besiegt und in St.-Jean-Pied-de-Port aufbricht. Sechs Wochen liegen vor ihm, allein mit sich und seinem elf Kilo schweren Rucksack: über die schneebedeckten Gipfel der Pyrenäen, durch das Baskenland, Navarra und Rioja bis nach Galicien zum Grab des heiligen Jakob, seit über tausend Jahren Ziel für Gläubige aus der ganzen Welt. Mit Charme, Witz und Blick für das Besondere erschließt Kerkeling sich die fremden Regionen, lernt er die Einheimischen ebenso wie moderne Pilger und ihre Rituale kennen. Er erlebt Einsamkeit und Stille, Erschöpfung und Zweifel, aber auch Hilfsbereitschaft, Freundschaften und Belohnungen – und eine ganz eigene Nähe zu Gott. In seinem Buch über den Wert des Wanderns zeigt der beliebte Spaßmacher, wie er auch noch ist: abenteuerlustig, weltoffen, meditativ. 



 
Medici, Lorenzo de':
Die Medici : die Geschichte meiner Familie / Lorenzo de' Medici. 
Übers. aus dem Span. von Silvana Albinoni. - 
Bergisch Gladbach : Lübbe, 2006. - 319, [16] S. : Ill., graph. Darst.
Einheitssacht.: Los Médicis <dt.>
ISBN 3-7857-2245-1 

Lorenzo de’ Medici, Erbe der berühmten italienischen Dynastie, erzählt in dieser Biografie die faszinierende Geschichte seiner Familie. Ausgehend von den Ursprüngen im 12. Jahrhundert erinnert er an ihre prominentesten Vertreter und deren außergewöhnliche Lebensgeschichten. Geschichten, die nicht nur von Glanz und Reichtum geprägt sind, sondern immer auch von politischen Intrigen, Korruption und dem skrupellosen Kampf um die Macht. Dieses Buch ist kein umfassendes biographisches Werk über die Medici und stellt auch nicht den Anspruch ein solches zu sein, sondern ein sympathischer Ausflug in europäische Familiengeschichte. 



 
Lansing, Alfred:
635 Tage im Eis : die Shackleton-Expedition / Alfred Lansing. - 
Goldmann : München, 2000. - 319 S. : zahlr. schw.-w. Abb.-
ISBN 3-442-15042-6 

Alfred Lansing hat das Schicksal der Endurance und ihrer Crew unter Sir Ernest Shackleto  anhand von Originalaufzeichnungen wie Tagebüchern etc. und nach Interviews mit Expeditionsteilnehmern genau rekonstruiert. Es ist die unglaubliche Geschichte einer insgesamt zweijährigen, fehlgeschlagenen britischen Expedition ins Polarmeer. Trotz gescheiterter Mission kehrten die Teilnehmer als Helden nach Hause zurück. 21 Mann haben nach Verlust ihres Schiffes unter Shackletons Führung mehr als ein Jahr im antarktischen Polarmeer im Packeis und auf See überlebt; ein tragisches Abenteuer, das Bewunderung für die Stärke, das Durchhaltevermögen und den Optimismus und Überlebenswillen von Shackleton und Crew abverlangt. Lansing schreibt trocken, präzise und sachlich; vor dem geistigen Auge entstehen die Bilder der unglaublichen Prüfungen, durch die die Expeditionscrew gegangen ist. 



 
Zander, Hans Conrad: 
Als die Religion noch nicht langweilig war : die Geschichte der Wüstenvater / Hans Conrad Zander. - 
Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2003. - 293 S. : zahlr. schw.-w. Abb.-
ISBN 3-46203-396-4 

Die Geschichte der 'Wüstenväter' - der ersten Aussteiger, die unzufrieden waren mit der Erstarrung der frühen christlichen 'Amtskirche', auf eigene Faust den Sinn des Lebens in der Einsamkeit suchten und ungewollt zu den religiösen 'Stars' der späten Antike wurden. Eine Story mit verblüffender Aktualität! So spannend wie heute das Internet, ein Pop-Konzert oder der Fußball war für die Menschen der späten Antike die Religion. Und nichts hat sie so fasziniert wie die Abenteuer der 'Stars' ihrer Zeit, der 'Wüstenväter'. Zu Tausenden waren diese 'Aussteiger' der Vergangenheit hinausgezogen in die Wüsten Ägyptens und Syriens, um in einer Landschaft, die zuvor als tödlich galt, zu meditieren und 'bei sich selber zu sein' (secum esse). Die Sensation war so groß, dass rund um die Einsiedelei des Ägypters Antonius eine  regelrechte 'Wüstenstadt' von Fans und Jüngern entstand. Und in Syrien umbrandete ein 'Ozean von Menschen' die zwanzig Meter hohe Säule, auf die sich der Wüstenvater und 'Säulenheilige' Simeon vor seinen Verehrerinnen und Verehrern gerettet hatte... 

      So spannend, wie diese Abenteuer der religiösen Sinnsuche für die Zeitgenossen waren, erzählt Hans Conrad Zander die Geschichte der Wüstenväter neu - ihre byzantinische Legende und, dramatischer noch, ihre historische Wirklichkeit. So ist ein Buch voller verblüffender Anregungen für unsere heutige Lebenssituation zwischen Leistungsstress und Unterhaltungsindustrie entstanden. Der Leser erfährt alles Wissenswerte über diese Gründerväter des christlichen Mönchtums, aber auch über die höllischen erotischen Anfeindungen der einsamen Männer in der Wüste. Nicht umsonst haben sie die großen Maler und Dichter - von Hieronymus Bosch bis Goethe - phantastisch inspiriert.
 



 
Leonhard, Wolfgang:
Meine Geschichte der DDR / Wolfgang Leonhard. - 
Rowohlt : Berlin, 2007. - 288 S. : zahlr. schw.-w. Abb.-
ISBN 3-87134-572-5 

Wolfgang Leonhard, Jahrgang 1921, der letzte Überlebende der «Gruppe Ulbricht» und Autor des Bestsellers «Die Revolution entlässt ihre Kinder», zieht Bilanz - die Summe eines Lebens, das mit der Geschichte des Kommunismus im 20. Jahrhundert aufs Engste verbunden war. Leonhard gehörte zu den ersten Führungskadern, die Deutschland nach dem Krieg im Sinne des Sozialismus wiederaufbauen sollten. Bald brach er jedoch mit dem Stalinismus, wie er in der DDR Gestalt annahm. In diesem Buch beschreibt er den Aufstieg und Fall eines Staates, dessen Gründungsideale er leidenschaftlich teilte - und dem er letztlich enttäuscht den Rücken kehrte. Er erzählt von den Anfangsjahren nach 1945, seinem späteren Leben als Ostexperte im Westen und von Plänen der Stasi, ihn zu entführen. Er schildert, wie er den Kalten Krieg zwischen beiden deutschen Staaten und schließlich das Ende der DDR erlebt hat. Und er zeichnet ein lebendiges Bild führender DDR-Persönlichkeiten, mit denen er gut bekannt war, unter ihnen Wilhelm Pieck, Walter Ulbricht, Erich Honecker und Markus Wolf. Der Rückblick eines Jahrhundertzeugen - und zugleich ein zeitgeschichtliches Dokument ersten Ranges. 



 
Lehmann, Karl:
Auf dem Weg zum Leben : spirituelle Impulse für die Passions- und Osterzeit / 
Karl Kardinal Lehmann. Hrsg. von Michael Kinnen. - Leipzig : Benno, 2005. - 134 S. -
ISBN 3-7462-1784-9

Für Christen ist die wichtigste Zeit im Jahr die Osterzeit. Um sie bewusster, tiefer zu erleben und ihren spirituellen Reichtum zu entdecken, bedarf es geistlicher Impulse und Wegweisung. Dazu dienen die Texte des Mainzer Bischofs Kardinal Karl Lehmann, die im vorliegenden Buch zusammengestellt sind - vorwiegend Predigten, aber auch Beiträge und Artikel in Zeitungen und Zeitschriften. Kern des Buches ist, dass der Weg des Lebens ein Weg zum Leben ist; Ostern ist der Höhepunkt, das Fest des Aufbruchs zum Leben schlechthin - vom Tod zum Leben; und dies hat Auswirkungen für das Leben jetzt. Von dieser Aktualität und Brisanz von Ostern handelt das Buch; es setzt dem Tod, auch dem Tod in seinen vielfältigen alltäglichen Formen, das Leben entgegen. So ist es ein lesenswertes Buch für alle, die in ihren lebenswichtigen und bedrängenden Fragen nach dem Woher und Wohin und Warum Antworten suchen, Lebenshilfe und Wegweisung: die Osterbotschaft wird ausgelegt auf das Leben jetzt - für die gesamte Zeit des Lebens. 



 
Strittmatter, Kai:
Atmen einstellen, bitte! : Pekinger Himmelsstürze / Kai Strittmatter. - 
2. Aufl.. - Wien : Picus-Verl., 2001. - 131 S. -
(Picus Lesereisen)
ISBN 3-85452-742-X 

Der Autor, Korrespondent der Süddeutschen Zeitung in Peking, ist ein scharfsinniger Beobachter des chinesischen Alltagslebens und versteht sich meisterhaft darauf, ausgehend von konkreten Beispielen ein Panorama der chinesischen Gesellschaft mit all ihren Widersprüchen und Ungereimtheiten zu skizzieren. Ob die begeisterte Aufnahme der IKEA-Filiale in Peking, die Empörung über das erste Starbucks-Café in der Verbotenen Stadt, dessen Platz nicht einmal für eine Kaffeemaschine ausreicht, oder die erste Techno-Party auf der Großen Mauer vor den staunenden Augen der Dorfbevölkerung, stets wird der Konflikt, das Aufeinanderprallen verschiedener Ansichten und Lebenswelten in den Mittelpunkt gestellt.

Was die Artikel Strittmatters auszeichnet, ist der treffsichere Humor. Jeder, der sich für längere Zeit in Peking aufgehalten hat, fühlt sich bei den Themen "Baulärm" und "Warum Chinesen nicht leise sein wollen" nur allzu gründlich an diese Zeit erinnert. Sehr realitätsgetreu sind auch die Schilderungen des Fliegens mit Maschinen der staatlichen chinesischen Gesellschaft CAAC (von bösen Zungen mit "China Airlines Always Crashes" oder neuerdings mit "China Airlines Always Cancels" übersetzt) im Allgemeinen und dem Verhalten der chinesischen Mitreisenden im Besonderen.



 
Hildebrandt, Maria:
Lebendige Steine : Baugeschichte und Baugeschichten der Erzabtei St. Ottilien / Maria Hildebrandt. - 
St. Ottilien : EOS-Verl., 2007. - 357 S. : zahlr. Ill., Kt. -
(Ottilianer Reihe ; 4)
ISBN 3-8306-7263-2

Aus dem oberbayerischen Weiler Emming mit seinem alten Schloß und einigen Bauernhöfen hat sich in 120 Jahren das Klosterdorf St. Ottilien entwickelt: umfangreiche Konventgebäude, eine imposante Kirche, eigene Handwerksbetriebe, eine ausgedehnte Landwirtschaft und ein umfangreicher Schilbereich bestimmen das Bild des Klostergeländes. Wechselnde Nutzungen der vorhandenen Gebäude, Umquartierung von Betrieben, Wechsel von Hausnamen, Abriß und Neubau führten dazu, daß die Geschichte der einzelnen Gebäude heute oft kaum mehr nachvollziehbar ist. Dieses Buch will nun versuchen, die Baugeschichte St. Ottiliens nachzuzeichnen. Die Hauptquellen dieses Unternehmens bilden die Chroniken und Annalen von St. Ottilien sowie die Chronik des Seminars, deren jeweilige Verfasser lebendig und mit spürbarem Augenzwinkern von den Ereignissen berichten.



 
Fischer-Fabian, Siegfried:
Christoph Columbus : Entdecker einer neuen Welt / S. Fischer-Fabian. - Vollst. Taschenbuchausg., 
1. Aufl.. - Bergisch Gladbach : Bastei Lübbe, 2006. - 380, [32] S. : Ill., Kt. -
(Bastei Lübbe ; Bd. 61587 : Biografie)
ISBN 3-404-61587-5

1492 entdeckt ein Mann eine neue Welt und geht in die Geschichtsbücher ein: Christoph Columbus. Wer war dieser Mann aus Genua, der es wagte in das "Meer der Finsternis" vorzustoßen? Ein Genie oder ein Scharlatan? Ein Heiliger oder ein Halunke? Kaum eine andere historische Gestalt gibt uns so viele Rätsel auf wie Columbus. Fischer-Fabian schildert ein Leben zwischen Triumphen und Tragödien.


2006

Wegner, Matthias:
Ein weites Herz : die zwei Leben der Isa Vermehren / Matthias Wegner. -
1. Aufl., ungekürzte Ausg.. - Berlin : Ullstein, 2004. - 366 S. : Ill. -
(List-Taschenbuch ; 60516)
ISBN 3-548-60516-8

Das Leben von Isa Vermehren ist durch viele Umbrüche gekennzeichnet. 1938 konvertiert die junge Kabarettistin zum Katholizismus. Nachdem ihr jüngerer Bruder 1943 nach England flieht, weil er angeblich Hochverrat begangen hat, wird ihre ganze Familie in Sippenhaft genommen. Isa Vermehren überlebt das Konzentrationslager und arbeitet nach dem Krieg weiter als Schauspielerin und Musikerin. 1952 schließlich beginnt ihr zweites Leben: Sie tritt in den Orden Sacre Coeur ein und wird zu einer leidenschaftlichen Pädagogin und Schuldirektorin. Noch heute lebt Isa Vermehren, mittlerweile 85-jährig, in einem Kloster bei Bonn.



 
Ziegler, Gudrun:
Der achte Kontinent : die Eroberung Sibiriens / Gudrun Ziegler. -
Ungekürzte Ausg., 1. Aufl.. - Berlin : Ullstein, 2006. - 304 S. : Ill.-
(Ullstein ; 36864)
ISBN 3-548-36864-6

Ohne Sibirien ist Rußland undenkbar, seine Dimensionen sind schier unvorstellbar: 10 Millionen Quadratkilometer, 50.000 Flüsse, fünf Zeitzonen, 100 Völkerschaften. Gudrun Ziegler macht in ihrem Buch lebendig und anschaulich mit den Mythen und Fakten vertraut, mit der wechselvollen Geschichte sowie mit den Menschen, die heute dort leben. Seit jeher ist Sibirien zugleich Verheißung und Fluch. Schon immer waren Menschen fasziniert von der unendlichen Weite, von den großen Schätzen dieser großartigen Landschaft, die in ihrer Vielfalt ein Kontinent für sich ist. Die Tataren, die von hier aus ihr Weltreich errichteten, nannten es das "schlafende Land". Und für Hunderttausende Verbannter und Verschleppter wurde es Jahrhunderte später eine Todeszone. Doch Sibirien ist viel mehr als Steppe, Tundra, Taiga, mehr als Gulag. Durch Sibirien ziehen sich die Spuren großer Entdecker und Abenteurer, finden sich die Überreste alter und neuer Kulturen, läßt sich Geschichte lesen. Gudrun Ziegler läßt diesen faszinierenden Kontinent in ihrem Buch lebendig werden.



 
Mixa, Walter:
Selbstverständlich katholisch! / Walter Mixa ; Reinhold Michels. -
Augsburg : Sankt-Ulrich-Verl., 2005. - 175 S. -
ISBN 3-936484-50-3 

Warum genügt es nicht, anständig und gewissenhaft durchs Leben zu gehen? Was machen Katholiken besser? Ist die Kirche nicht hoffnungslos rückständig mit ihrer Lehre über Ehe und Sexualität? Können Himmel, Hölle und Fegefeuer einem aufgeklärten Europäer des 21. Jahrhunderts noch vermittelt werden? Ist die Kirche ein Machtapparat, der den Menschen Angst macht? Oder lebt und stirbt man am Ende doch besser als katholischer Christ? Reinhold Michels, Ressortleiter Politik bei der Tageszeitung "Rheinische Post"  hat dem Bischof von Augsburg, Dr. Walter Mixa, der auch Militärbischof der deutschen Bundeswehr ist, eine ganze Reihe schonungsloser Fragen zum katholischen Glauben gestellt, die auch vielen Zeitgenossen auf der Zunge liegen. Bischof Mixa, der für eine klare Sprache und ein offenes Wort ebenso bekannt ist wie für seine entschiedene Kirchlichkeit, zeigt in seinen Antworten auf, wie sich christlicher Glaube und katholisches Bekenntnis zum modernen Alltag verhalten. In "Selbstverständlich katholisch!" arbeiten ein profilierter Tageszeitungsjournalist und ein ebenso profilierter Bischof heraus, was Katholisch-Sein ausmacht und warum Katholiken sich in der Welt von heute nicht verstecken müssen.



 
Mahr, Johannes:
Blüte in Ruinen : Leben und Werk des Münsterschwarzacher Abtes J. Burckhardt (1563 - 1598) / 
Johannes Mahr. - 1. Aufl.. - Münsterschwarzach : Vier-Türme-Verl., 1998. - 141 S. : Ill. -
(Münsterschwarzacher Studien ; Bd. 46)
ISBN 3-87868-130-5

Als etwa Zehnjähriger kam Johannes Burckhardt nach Münsterschwarzach, wurde 17-jährig zum Priester geweiht und mit 24 Jahren zum Abt gewählt. Die Fürstbischöfe von Würzburg fanden in ihm einen entscheidenden Partner für die Erneuerung der fränkischen Benediktinerklöster. Als Burckhardt vor 400 Jahren am 26. Januar 1598 starb, hatte er wirtschaftlich und monastisch eine solide Grundlage geschaffen für den grandiosen Neubau der Abteien im 18. Jahrhundert. In lebendiger Weise schildert der Autor am Beispiel der Abtei Münsterschwarzach einen wichtigen Einschnitt in der Geschichte des Benediktinerordens und lässt ein vielschichtiges Bild fränkischen Lebens im 16. Jahrhundert entstehen.



 

Dieses Buch 
wurde empfohlen 
von Papst Benedikt XVI.

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Matláry, Janne Haaland:
Love-Story : so wurde ich katholisch / Janne Haaland Matláry. Mit einem Vorwort von Joseph Kardinal Ratzinger. - [Übers. aus dem Engl. von Stephan Georg Schmidt]. - 
Augsburg : Sankt-Ulrich-Verl., 2003. - 245 S. - 
Einheitssacht.: A different love story 
ISBN 3-929246-89-9

Eine junge Frau wendet sich mitten in einem materialistischen Milieu aus intellektueller Überzeugung dem katholischen Glauben zu. Doch ihre neue Existenz als "Sonntagschristin" empfindet sie zunehmend als Doppelleben. Erst in einem langen inneren Kampf erwacht ihre wirkliche Liebe zu Christus und seiner Kirche. 

Janne Haaland Matláry - heute Professorin für internationale Politik, norwegische Politikerin und Mutter von vier Kindern - erzählt in dieser außergewöhnlichen Liebesgeschichte ihren Weg zu einem Leben, das immer intensiver vom Glauben an Christus bestimmt wird. Matlary kämpft täglich darum, kein Doppelleben zu führen – auf der einen Seite ein frommes Katholikendasein, auf der anderen das Leben. Diese Gefahr ist nie richtig gebannt, auch nicht in ihrem Alltag. Eine Beziehung zu Gott wie zu einem Vater zu leben, im Gebet und in den Sakramenten, ist für sie der wichtigste Schlüssel gegen diese Gefahr. „Mit diesem Buch kann man sozusagen wieder zur ersten Liebe zurückkehren“, stellt Kardinal Ratzinger fest, „das Kühne und Große des katholischen Ja wieder erleben, seine Weite, seine Helligkeit und seine Freude.“



 
Grill, Bartholomäus:
Ach, Afrika : Berichte aus dem Innern eines Kontinents / Bartholomäus Grill. -
Vollst. Taschenbuchausg., 1. Aufl.. - München : Goldmann, 2005. - 431 S. : Ill. -
(Goldmann ; 15337)
ISBN 3-442-15337-9

Afrika ist ein Kontinent der Widersprüche, geprägt durch die reiche Vorstellungskraft seiner Menschen, ihre sozialen Regeln und Rituale, ihre Träume und Tabus, ihre Machtstrukturen und Glaubenssysteme. Diese Welt erscheint oft roh und gewalttätig, dann wieder zeitlos heiter und gelassen. Bartholomäus Grill hat sie uns erschlossen. Aus exakten Beobachtungen, nachdenklichen Worten und mit viel Sympathie baut er ein Mosaik, in das er spannende Reiseerlebnisse und zahlreiche Gespräche mit Präsidenten und einfachen Menschen, mit Aidskranken und erfolgreichen afrikanischen Geschäftsleuten einfließen ließ. In sprachlich brillanten und fesselnden Essays baut er Bilder zu einem Dutzend Themen, zum Kolonialismus, zu Aids, zum Völkermord in Ruanda, zu afrikanischen Traditionen und zu den korrupten Machenschaften machtbesessener big men an den Spitzen zahlreicher afrikanischer Staaten.



 
Wolf, Notker:
Worauf warten wir? : ketzerische Gedanken zu Deutschland / Notker Wolf. -
Reinbek bei Hamburg : Rowohlt-Taschenbuch-Verl., 2006. - 218 S.-
(Rowohlt-Paperback)
ISBN 3-499-62094-4

Deutschland geht es schlecht: die Arbeitslosigkeit steigt, die Wirtschaft stagniert, die Staatskassen sind leer. Schuld daran sind stets die anderen: Politiker, Manager, Gewerkschaften, Konzerne, Banken - Nur wir nicht. Wir warten. Denn um zu verändern, müssten wir etwas aufgeben: Denkgewohnheiten, Sicherheit, Besitz und Ansprüche. Provokant prangert Abtprimas Notker Wolf die deutschen Besitzstandswahrer an und zeigt, wie wir durch mehr Freiheit eine zukunftsorientierte Gesellschaft werden können. Neue Impulse zu Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland: Unkonventionell, persönlich, engagiert!



 
Bonk, Sigmund / Schmid, Peter (Hrsg.)
Königreich Bayern : Facetten bayerischer Geschichte ; 1806 - 1919 / Sigmund Bonk ; Peter Schmid (Hrsg.). -
Regensburg : Pustet, 2005. - 207 S. : Ill., Kt. -
ISBN 3-7917-1989-0

1806 wurde Bayern zum Königreich erhoben. Damit begann ein bewegtes Kapitel bayerischer Geschichte, reich an Ereignissen, Gestalten, Umbrüchen und Weichenstellungen. Im Bewusstsein der Bayern ist es bis heute lebendig. An zahlreichen Orten, bei Vereinigungen und Institutionen, in Festen und Veranstaltungen feiert das "bayrisch' Volk und Land" dieses Jubiläum. Namhafte bayerische Historiker und Landeshistoriker haben das vorliegende informative und anregende Buch verfasst. Entstanden ist ein populär geschriebener Streifzug durch 113 Jahre bayerische und Wittelsbacher (Königs-) Geschichte zwischen 1806 und 1919.



 
Seewald, Peter:
Benedikt XVI. : ein Porträt aus der Nähe / 
Peter Seewald. - Berlin : Ullstein, 2005. - 299 S. : Ill.
ISBN 3-550-07833-1

Viele Menschen, Katholiken und Nicht-Katholiken, versuchen zu ergründen, wer Papst Benedikt XVI., Joseph Ratzinger wirklich ist. Die Bewertung von Person und Positionen gehen weit auseinander, aber in einem sind sich fast alle einig: Mit dem früheren Münchner Kardinal sitzt einer der bedeutendsten europäischen Intellektuellen Europas auf dem Stuhl Petri. Kaum jemand sonst kann die Persönlichkeit des Papstes aus einer journalistischen Zusammenarbeit so ergründen wie Peter Seewald. Für zwei Bücher, die »längsten Interviews der Kirchengeschichte«, haben sich Seewald und Ratzinger einander geöffnet. Peter Seewald, von allen Medien als intimer Kenner Ratzingers bezeichnet, schildert nun erstmals ausführlich diese intensiven Begegnungen. Er beleuchtet alle Stationen der Biographie, porträtiert den Menschen Ratzinger und kann dabei auch bislang völlig unbekannte Details aus der Jugend des Papstes erzählen. Darüber hinaus ist dieses Buch die sehr persönliche Geschichte eines Dialoges, der Seewalds Leben verändert hat – und von dem Ratzinger sagte, man habe dabei versucht »einen Funken Licht zu empfangen, und ein wenig mehr, als es der Alltag erlaubt, von Gottes Geheimnis, von unserer Bestimmung und unserem Ziel zu verstehen«. 


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