Tatü-tata
und Halleluja
Die
Klosterfeuerwehr von St. Ottilien wird 100 Jahre alt
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Die
1887 angeschaffte Handspritzpumpe. Im Jahr 1938 posierten die damaligen
Kameraden mit ihr. Damals waren bei den Klosterbrüdern noch mächtige
Bärte üblich.  |
Sie üben
einmal pro Monat und immer wieder rücken sie auch zum Einsatz aus:
Rund 20 Mönche der Erzabtei St. Ottilien gehören zur klostereigenen
Feuerwehr. In diesem Jahr feiert die Truppe Geburtstag. Im Januar 1907
wurde die Ottilianer Feuerwehr gegründet. Seither hat sie wiederholt
ihr Können unter Beweis stellen müssen. Auch auf dem Klostergelände
selbst hat es mehrfach gebrannt
Ein Zeitungsartikel
war schuld:»Irgendwann war da mal ein Bericht von uns drin«,
erinnert sich Bruder Anno. Und plötzlich wollten Feuerwehrleute aus
aller Herren Länder ein Abzeichen von der »berühmten Klosterfeuerwehr«
haben. Im Gegenzug kamen die Abzeichen der Bittsteller nach St. Ottilien.
Heute zieren unzählige dieser Aufnäher den Gang im Ottilianer
Feuerwehrhaus.
Gesammelt hat sie
der ehemalige Kommandant Bruder Benno Wolff. Das Fire Department New York
ist darunter, dazu Los Angeles, Madrid und der Vatikan, die Werksfeuerwehr
des Münchner Flughafens und WhakaratongaIvi! - Wo immer das auch liegen
mag... Unter all diesen exotischen Wehren ist Ottilien für viele eine
der exotischsten: Benediktinermönche unterm Feuerwehrhelm?
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Ein
Mannschaftsfoto (2007) mit dem Kommandanten Br.
Anno Reuter.
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Tatütata und
Halleluja? Die meisten finden das eine ganz erstaunliche Kombination. Für
Bruder Anno ist es Normalität. Seit fünf Jahren ist er Kommandant
der Ottilianer Klosterfeuerwehr. In der Regel ruft er seine Mitbrüder
jeden letzten Freitag pro Monat zur Übung. Für rund eineinhalb
Stunden treffen sich dann die gut 20 Klosterfeuerwehrleute und legen Schlauchstrecken,
pauken Theorie oder machen Atemschutzübungen. Alles wie anderswo auch.
Nur eines ist in diesem Jahr ein wenig anders: Die Ottilianer Feuerwehr
feiert ihren 100. Geburtstag. Am 20. Januar 1907, knapp 20 Jahre nach dem
Umzug der Benediktinermönche von Reichenbach nach St. Ottilien, wurde
die Klosterfeuerwehr St. Ottilien gegründet. Erster Kommandant war
P. Columban Steiner, ein 27-jähriger Mönch, der ursprünglich
aus Einsiedeln in der Schweiz stammte.
Die Feuerwehr war
in erster Linie für den Selbstschutz gedacht. In der damaligen Zeit
gab es im Kloster häufiger Brände, insbesondere im landwirtschaftlichen
Bereich: So wurde im September 1895 die neu erbaute Scheune des damals
noch in St. Ottilien ansässigen Schwesternklosters ein Raub der Flammen,
fast die gesamte Ernte verbrannte. Zehn Jahre später, am 8. Januar
1906 ereignete sich in der Küche des Wirtschaftsgebäudes eine
Gasexplosion. Ein gebrochenes Verbindungsrohr bei der vor kurzem in Betrieb
genommenen Blaugas-Beleuchtungsanlage hatte das Unglück verursacht.
Dieses Ereignis war vermutlich der Anlass für die Gründung einer
eigenen Feuerwehr. Als erste größere Feuerlöschgeräte
wurden eine vierrädrige Saug- und Druckspritze, eine zweirädrige
Leiter und eine Schlauchhaspel angeschafft. Selbstverständlich halfen
die Mönche auch bei Brandunglücken in der Nachbarschaft.
Am 22. Juni 1908 hatten
sie das erste Mal die Gelegenheit, ihre Wehrbereitschaft unter Beweis zu
stellen: Der Blitz schlug in das Haus von Matthias und Walburga Westermeier
in Unterwindach ein. Das sofort auflodernde Feuer vernichtete Wohnhaus,
Stall und Stadl. Die Feuerwehr St. Ottilien war sofort zur Stelle und konnte
die Windacher Feuerwehr, deren Schläuche nicht bis zum Bach reichten,
unterstützen. Die nächsten größeren Einsätze
waren wieder im Kloster: Im Oktober 1909 und im September 1919 fielen große
Teile der Ökonomiegebäude sowie der Futtervorräte den Flammen
zum Opfer. Auch später ereigneten sich im Kloster noch einige weitere
Brände, die jedoch keinen größeren Schaden verursachten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt die Freiwillige
Feuerwehr St. Ottilien „inoffiziell“ den Status einer Werkfeuerwehr. Die
dazu erforderliche schriftliche Anerkennung durch das Landratsamt wurde
vermutlich nie erteilt. 1965 wurde in St. Ottilien eine Stützpunktfeuerwehr
für den Landkreis Landsberg geschaffen und ein Tanklöschfahrzeug
TLF 16 stationiert. Im Jahr 1984 erfolgte die Umbenennung der „Werkfeuerwehr
St. Ottilien“ in „Freiwillige Feuerwehr St. Ottilien“.
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Türbeschriftung
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Rund 20 Einsätze
haben die 22 Feuerwehrmönche unter der Führung von Kommandant
Br. Anno im Jahr. Zu Brandeinsätzen kommen Verkehrsunfälle (ein
Abschnitt der A96 wird von der Klosterfeuerwehr betreut) und technische
Hilfeleistungen aller Art. Ein wichtiges Anliegen der Feuerwehr ist auch
die Feuerwehrseelsorge. Die Ottilianer betreuen dabei alle 72 Wehren mit
rund 3000 Feuerwehrleuten im Landkreis Landsberg.
Zu tun gab es reichlich
in den ersten einhundert Jahren der Freiwilligen Feuerwehr St. Ottilien.
Ob mit dem Wassereimer oder modernem Löschfahrzeug. Bei Bränden,
Verkehrsunfällen oder der Hilfeleistung bei Großveranstaltungen.
Immer stand das Leitwort der Feuerwehr im Mittelpunkt: „Gott zur Ehr, dem
Nächsten zur Wehr“.
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Eine "himmlische"
Wehr wird 100 Jahre alt
St. Ottilien. - Eigentlich
ist die Feuerwehr schon ein paar Monate älter, da die Gründung
bereits am 20. Januar 1907 stattfand. Seit 100 Jahren und inzwischen sechs
Monaten existiert im Kloster St. Ottilien eine Freiwillige Feuerwehr, die
am Wochenende ihr rundes Jubiläum gebührend feiert. Mit 19 Aktiven
ist sie zwar nicht besonders groß, aber durchaus weit bekannt, unter
anderem war sie dem Feuerwehr-Magazin 1999 eine siebenseitige Reportage
wert ... weiter |
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Ein Oldtimer
für Geltendorf
Baujahr 1955, 125 PS, 7927
ccm, so lauten die Daten der Magirus-Drehleiter DL25/2 auf Magirus-Fahrgestell
(Rundhauber) von der Feuerwehr St. Ottilien, die von 1985 bis Ende März
dieses Jahres in St. Ottilien stand und für diverse Arbeiten im und
um das Kloster eingesetzt wurde. Es existierten nur noch an die zehn Stück
davon in ganz Deutschland, berichtet der Vorstand des Geltendorfer Feuerwehrvereins,
Andreas Kurz. Das Fahrzeug stammt von der Feuerwehr Moers/Schaephuysen
in Nordrhein-Westfalen, der Heimat von Bischof Viktor-Josef Dammertz ... weiter |
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Die
Feuerwehrchronik
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100
Jahre Klosterfeuerwehr St. Ottilien
Pünklich zum großen
Jubiläum erschien eine 59 Seiten umfassende und reich bebilderte Chronik
der Ottilianer Klosterfeuerwehr von Gerhard Heininger im EOS-Verlag. Wer
bei der Jubiläumsfeier am 14. Juli 2007 kein Druckexemplar mehr "ergattern"
konnte, der kann nun in diesem E-Book alles über die Geschichte,
die Mitglieder und die Einsätze der Mönchsfeuerwehr nachlesen...
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UT IN
OMNIBUS
GLORIFICETUR
DEUS
by
TM P. Siegfried Wewers OSB
feuerwehr@erzabtei.de
<last
updated 14.05.08>
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