Klosterführer (8)

Orgeln

BildIn der klösterlichen Musikpflege spielte die Orgel schon seit ihrer Einführung eine wesentliche Rolle, um dem Gesang Sicherheit und der Liturgie Festlichkeit zu geben. In St. Ottilien sind die verschiedenen liturgischen Aufgaben auf zwei Instrumente verteilt.

Auf der hinteren Empore befindet sich die Hauptorgel mit 48 Registern, mechanischer Spiel- und Registertraktur, Schleifladen; im nördlichen Querschiff ist die Chororgel mit 17 Registern aufgestellt (Prospektentwurf von F.B. Weißhaar ; Orgeln von Fa. Hubert Sandtner, Dillingen). Beide Instrumente zusammen beinhalten 4.134 Pfeifen, davon 358 aus Holz und 3776 aus Zinn-Blei-Legierung. Die größte Pfeife mißt ca. 5 m, die kleinste 7 mm. Die Bekrönungsfiguren der Hauptorgel stellen biblische Heilige dar, die uns den Lobpreis Gottes gelehrt haben, die der Chororgel Heilige aus der Kirchengeschichte (Figuren: Franz Hämmerle).

Turm und Geläut

Die Kirche wird vom weithin sichtbaren Vierungsturm (75 m) überragt, der den Glockenstuhl beherbergt. Das Geläute mit 7 Bronzeglocken und der mächtigen Hosannaglocke aus Euphon zählt zu den größten in Süddeutschland. Es entstand in den Jahren 1949/50 in der Erdinger Glockengießerei Czudnochowsky.

BildDie Glocken der Abteikirche von St. Ottilien:

Hosanna fis° 5250 kg

Gloriosa a° 3600 kg

Assumpta h° 2250 kg

Annuntiata cis¹ 1750 kg

Ottilia e¹ 1050 kg

Apostel fis¹ 650 kg

Ulrich gis¹ 450 kg

Benediktus h¹ 350 kg

 

Die Glocken sind spielbar: (>) drücken.

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